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Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault
(2 Leser) Montezuma, (1) Besucher
Elektro-Autos (BEV) der Allianz Renault-Nissan (seit 1999) und Renault-Nissan-Mitsubishi (seit 2016).
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THEMA: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault
#762827
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 16.04.2023 21:43 - vor 1 Jahr, 3 Monaten  
Timico schrieb:
Gemeint ist vermutlich "Spritmonitor". Bei SM denke ich entweder an einen Citroën aus den 70ern oder an eine etwas spezielle Vorliebe.

Timo


Ach, Timo,

es kommt doch immer auf den Kontext an

Natürlich meinte ich Spritmonitor, da die Frage des Verbrauchs angesprochen war.

Gruß!
JoAHa
JoAHa
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#763059
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 18.04.2023 16:07 - vor 1 Jahr, 3 Monaten  
Lieber @Egon!

Auch von meiner Seite herzlichen Dank für den ausführlichen Bericht, die ich erst jetzt am Dienstag lese.

Ich habe die MéganE auch ein Paar Mal "live" gesehen, aber immer mit den Frontspoiler in Kupfer-Kontrastfarbe, die ich nicht so doll finde (da ist der Cupra Born besser) - dein Roter Flunder sieht dagegen echt toll aus.

Ich wünsche dir und deiner Frau vom Herzen, dass die familiären Umständen euch bald wieder ein Bisschen mehr Luft geben wird - wir können auch ein Lied davon singen....
krouebi
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#763069
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 18.04.2023 17:36 - vor 1 Jahr, 3 Monaten  
Vielen Dank für Eure guten Wünsche und die positive Resonanz!

Wie versprochen hier zur Illustrierung meines obigen Textes einige kommentierte Bilder. Der Einfachheit halber in der Reihenfolge, wie ich sie vorhin beim Warten auf meine beiden Passagiere (mal wieder nervtötend lange vor einer Arztpraxis herumstehend) geknipst habe.

Unschwer zu erkennen ist, dass ich noch immer nicht fotografieren kann. Außerdem sind wegen der ungünstigen Lichtverhältnisse in allen Aufnahmen der Displays starke Spiegelungen. Ich bitte um Nachsicht.


Also denn, Renault Mégane E-Tech EV60 220HP:

Es dürfen natürlich keine normalen Türgriffe sein, sondern vorne mindestens elektrisch ausfahrend und hinten in der C-Säule verborgen. Funktioniert beides gut, aber normale Bügelgriffe hätten es genauso getan.




Wie ich schon schrieb: Die Fahrzeuggröße (nur 4,20 Meter) und der Rest des Autos passen sehr gut zu unserem aktuellen Anforderungsprofil. Eine gewöhnlichere Optik mit größeren Fenstern und kleineren Rädern hätte ich allerdings bevorzugt.

Manchmal drehen sich sogar Leute um und gucken, was das wohl für eine Marke ist. Müsste ich nicht haben, es gibt aber Schlimmeres. Dafür fährt er sich echt schön und in Farbe ist er auch. Gewicht rund 1.750 kg.




Die überdurchschnittlich hohe Qualitätsanmutung des Innenraums kann ich mit meinen fotografischen Mitteln nicht einfangen. Viel Stoff, ein paar Alcantara-ähnliche Flächen, viel weiches Plastik (hartes nur an Stellen, wo man nicht hinkommt), schöne und bequeme Stoffsitze (angeblich aus Recycling-Material), überall gelbe und weiße Ziernähte und sogar mit Teppich bezogene Türfächer.

Das alles ist zwar nicht Oberklasse, macht aber den Innenraum in Relation zur Fahrzeugklasse ausgesprochen wohnlich.







Isofix nicht nur hinten, sondern auch auf dem Beifahrersitz. Die Gurtpeitschen sind leider allesamt zu kurz. Vor allem geht es drum herum wegen der Mittelkonsole/Armlehne ziemlich eng zu, so dass man sich blind anschnallen muss. Dazu braucht es zierliche Hände und nicht ganz nach oben gestelltes Gestühl. Sonst fuddelt man da ewig rum, bis man den verdammten Gurt endlich im Schloss hat.




Renault scheint eine gewisse Vorliebe für ungewöhnliche Lösungen mit schrägen Winkeln und Details zu haben, die irgendwie anders sind. Es passt aber alles und man gewöhnt sich schnell daran.





Die mittlere Ablage unter den toll gemachten physischen Klimatasten (danke dafür, Danke Danke Danke! ) ist eine induktive Ladefläche für Smartphones mit eingebautem Qi-Ladesystem.




Auch hinten sitzt man bequem. Die Kniefreiheit ist nicht üppig, aber für ein Auto kleiner als ein Golf durchaus ansprechend. Die Kopffreiheit ist aufgrund der abfallenden Dachlinie nicht besonders großzügig, aber auch nicht wirklich knapp.

Eine Mittelarmlehne hinten fehlt. Außerdem sitzt man auf der Rückbank immer auf genau dem Gurtschloss, welches man gerade braucht.






Sehr eigenwillig: Wozu einen oder zwei Lenkstockhebel, wenn auch drei auf eine Seite passen. Mit der in Testberichten erwartungsgemäß bemängelten Verwechslungsgefahr ist es nicht weit her, das legt sich schon am zweiten Tag. Aber ein bisschen schräg bleibt das trotzdem, weil: Hätte man auch anders machen können.

Das oben ist der Wahlhebel für Vorwärts-Rückwärts-P, das unten der Bedienungs-Satellit für das Audio-System




Echt hübsch und schön anzufassen: Über die gesamte Breite ist das Armaturenbrett mit einem robusten Stoff bezogen. Ich freue mich darüber bei jedem Einsteigen, kann aber nur hoffen, dass es nach ein paar Jahren hartem Fahrzeugalltag immer noch gut aussieht. In der Aluleiste befindet sich eine der LED-Leisten, die zur weitgehend frei konfigurierbaren Ambiente-Beleuchtung gehören.




SOS im Dachhimmel. Beide Felder leuchten nur grün, wenn die notwendige Mobilfunkverbindung verfügbar ist und wenn auch manuelles SOS (Taste länger als 3 Sekunden drücken) zur Verfügung steht. Sonst leuchtet nur "Auto SOS" oder gar nichts.

Hinter dem Gitter befindet sich entweder das Freisprech-Mikrofon oder ein Temperatur-/Luftfeuchte-Sensor oder beides. Mangels Verdrahtungsplan kann ich es nicht mit Sicherheit sagen.

Die Innenraum-Beleuchtung im Dachhimmel (vorne 2, hinten 2) sind leuchtende Sensorfelder, die zum manuellen Ein-/Ausschalten nur sanft berührt werden müssen.



Es gibt vier verschiedene Ansichten für das Vollgrafik-Display vor dem Fahrer. Das hier ist die Standard-Ansicht. Da bewegt sich beim Fahren so einiges, was ich hier mangels fotografierendem Beifahrer leider nicht einfangen konnte.

Das Display zeigt also noch viel mehr, zum Beispiel auch Überholverbote und demnächst kommende Ereignisse (Geschwindigkeitsbegrenzungen, Kreisverkehre, Geschwindkeitsreduktion vor Kurven), vorausfahrende Fahrzeuge und deren Abstand, leuchtende Scheinwerfer, Bremslichter, Blinker.

Außerdem gibt es eine Ansicht, die den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug in Sekunden (!) anzeigt und mit ensprechenden Farben (Grün, Gelb, Rot) unterlegt. In das rechte Rundinstrument lassen sich zusätzlich jede Menge weitere Daten einblenden.




Die Navi-Ansicht im Display vor dem Fahrer. Sie lässt sich zusätzlich und richtungstechnisch unabhängig von der noch größeren (weil vertikalen) Ansicht im Mitteldisplay (unten) einblenden.






System-Selbsttest beim Startvorgang.




Normal-Ansicht mit eingeblendeten Audio-Daten.




Minimal-Ansicht. Wenn man zeitgleich das Vertikal-Display in den Standby-Modus schaltet, ist man völlig ablenkungsfrei unterwegs.




Sport-Modus mit anderer Skalierung und rechts und links kleinen G-Anzeigen, welche die aktuelle Quer- und Längsbeschleunigung darstellen. Keine Ahnung, wie ich bislang ohne ausgekommen bin. Das braucht man nämlich dringend, beispielsweise im freien Fall.




Einmal im Jahr oder spätestens nach 30.000 Kilometern muss das schicke Auto zu Renault, damit die Vertragswerkstätten nicht Pleite gehen. Da die 30 tkm in etwa meiner Jahreskilometerleistung entsprechen, stört es mich nicht sehr. Wäre das aber nicht so, würde es mich sogar sehr nerven.




Aus dem Google built in-/AAOS-Appstore lassen sich weitere, für das Modell und für AAOS freigegebene Apps herunterladen und im Bordsystem installieren. Darunter sind eine ganze Reihe wirklich nützlicher Apps und das Angebot wächst ständig. Gar nicht schlecht, macht Laune!






Nutzlos-Kram gibt es natürlich auch - immerhin meistens mit einem gewissen Unterhaltungswert.




Freisprech und die Telefon-Verwaltung sind prima. Es gibt aber hin und wieder Probleme mit der Bluetooth-Kompatibilität in Abhängigkeit von der Android-/iOS-Version des Mobiltelefons. Mit meinem treuen Nokia 6230i (Baujahr 2006) kommt das System überhaupt nicht klar, aber das hätte ich wegen der fehlenden Google-Anbindung ohnehin nicht verwenden können.






Der DAB Plus-Empfang und die Bedienung sind ganz in Ordnung. Allerdings wird nur eine einzelne Zeile Radio-Text dargestellt, auch wenn der Sender mehr überträgt.



Der UKW-Empfang ist ebenfalls gut, aber hier gibt es gleich mehrere Bugs. Zum einen fehlt die Einblendung von Verkehrsfunk-Durchsagen und -Warnungen (das finde ich richtig ärgerlich). Der Radiotext wird nicht bei allen Sendern korrekt und schnell, sondern manchmal verzögert und selten auch gar nicht dargestellt.

Fast schon peinlich: In der ständig aktualisierten Liste der gerade empfangbaren UKW-Sender ist - im Gegensatz zu DAB - die Zuordnung zwischen den Sendern und deren Logos bunt durcheinander gewürfelt. Und zwar so lange, bis man einen UKW-Sender länger als ein, zwei Minuten empfängt. Dann werden Name und Logo korrekt zugeordnet, so dass diese nach dem Speichern auch in der selbst anlegbaren Favoritenliste korrekt aufgeführt sind.

Da (im Gegensatz zu DAB) per UKW gar keine Senderlogos übertragen werden, handelt es sich offensichtlich um einen Bug in der internen Logo-Datenbank des Audio-Systems. Schwaches Bild, Renault. Bitte bei den VW- oder Daimler-Zulieferern schauen, wie man sowas richtig macht.




Das hier ist wieder ein Highlight: Keine Lust auf Google Maps? Aus dem Appstore WAZE installieren. Völlig andere Optik und andere funktionelle Schwerpunkte: Man wird vor problematischen Situationen gewarnt, kann selbst welche melden oder bereits gemeldete beim Vorbeifahren per Fingertipp bestätigen oder als erledigt kennzeichnen. Außerdem zeigt es die per GPS ermittelte Geschwindigkeit an. Navigieren kann man mit WAZE natürlich auch.




Einstellungen bis zum Abwinken: Es gibt noch sehr viel mehr. Ich habe reichlich Zeit benötigt, bis ich alleine die wichtigsten Komfort- und Assistenzfunktionen durchkonfiguriert hatte.












Luftreinigung durch Filterung der Innenraumluft über ein zwischengeschaltetes Filter (auf Wunsch). Es gibt ein anderes Fahrzeugmodell, von dem ich das bereits kenne.




Ab und an kommen per Mobilfunk automatische Updates von AAOS wie auch der Fahrzeug-Firmware. Aber bitte nicht zuviel erwarten! Mein Eindruck dazu hat sich seit meinem ersten Auto mit dieser Funktionalität vor vielen Jahren immer wieder bestätigt - und bei Renault ist es auch nicht anders:

Treten Fehler auf oder fehlen Funktionen, wird von Händlern und den Fans in den Foren meist darauf verwiesen, dass dies "bestimmt bald" per Update korrigiert werde.

Doch in fünf Jahren Tesla habe ich die Erfahrung gemacht, dass viele Fehler viele Updates überdauern. Vermutlich, weil für die Programmierer-Teams stets andere Dinge eine weit höhere Priorität haben. Werden sicherheitsrelevante Bugs meist noch einigermaßen schnell korrigiert, halten sich lästige Schönheitsfehler manchmal hartnäckig über sehr lange Zeiträume - oder verschwinden nie.

Auch kommen Updates a) immer sehr viel später und seltener als erwartet und b) beinhalten nicht alle Funktionen/Korrekturen, die erwartet wurden. Als Fahrer kann man mitunter den Eindruck gewinnen, dass schneller neue Fehler zusammen mit einem der Updates ins Auto geschickt werden, als alte korrigiert werden. Das gilt leider auch für System-Updates, nicht nur für mehr oder minder unwichtige Applikationen.

Natürlich ist dieser Eindruck subjektiv, da ja auch neue Funktionen hinzu kommen und viele Fehlerkorrekturen für den Anwender gar nicht sichtbar sind. Aber aus Fahrersicht bleiben lästige Fehler eben lästige Fehler, die durch nette Zugaben nicht weniger lästig werden.

Was immer bleibt, ist die Hoffnung auf das nächste Update. Und mit "immer" meine ich: Solange man dieses Fahrzeug besitzt.





Richtig stark sind die vielen verschiedenen, teilweise konfigurierbaren Systemsounds für die Fußgängerwarnung (außen) und innen für diverse Aktionen und die Einparkhilfe. Die Sounds und Soundprofile hat Renault eigens für dieses Fahrzeug entwickeln lassen und sie sind gut gelungen.

Schaltet man den Wagen ab, ertönt ein sanfter Gong, der mehr oder weniger wichtige Statusinformationen auf dem Display begleitet. Diese lassen sich - so lange man noch nicht ausgestiegen ist - für weitere Infos antippen. Bis zum Öffnen der Fahrertür läuft das Radio noch weiter und das Abblendlicht bleibt auch noch ein bisschen an.





In meinem Auto bin ich Admin, also Herr über das Admin-Profil. Es gibt einige wohlmeinende Renault-Händler, welche das Adminprofil mit einem Passwort schützen und für den Fahrer ein eigenes Profil anlegen.

Dann gibt es aber ein paar (wenige) Dinge, die man nicht mehr machen kann und weswegen man dann beim Händler vorbeifahren muss. Ist man selbst Admin, bleibt man Herr über sein System und seine damit verknüpften Accounts (Renault, Google, Orange).




Wie der gesamte Innenraum ist auch das Display sehr hochwertig ausgeführt, mit echtem Glas und auf jede Berührung sofort reagierend. Umso wichtiger diese nützliche Funktion:




Zwei große Displays sind zu wenig, also noch ein drittes: Auf Wunsch verwandelt sich der Innenspiegel in das Display einer zweiten Heckkamera. Mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten, wenn man an der Unterseite des Spiegels auf die Taste unterhalb von "Menü" drückt.

Das ist gut gemacht von Renault, von mir aber besonders verwirrend fotografiert: Das Auto hinter mir stand entgegen der Fahrtrichtung am rechten Straßenrand und dahinter befindet sich wiederum eine kleine Parallelstraße (Sackgasse), in der andere Autos standen. Die Szene sieht daher komisch aus, aber ich versichere: Es ist ausschließlich die obere Heckkamera, die in den Rückspiegel eingeblendet wird und der weiße Pickup stand einfach falsch rum.




Über dem Spiegel befinden sich die Warnlämpchen für Gurtwarnung und Beifahrer-Airbag. Deren Status wird aber auch ins Fahrerdisplay eingeblendet, für den Fall, dass man gerade nicht nach oben schaut.




Die - im Wortsinn - vielseitig umschaltbare 360-Grad-Ansicht ist richtig gut, wenn man davon absieht, dass das Computer-berechnete Auto (also das eigene) immer in Weiß dargestellt wird. Hier die Sicht der Heck- (oben) und der Frontkamera (unten).






In dieser Ansicht kann man sein Auto und dessen Umgebung aus allen Richtungen betrachten, auch von oben oder von vorne.




Beim Einparken besonders nützlich: Die erweiterte Felgenansicht rechts und links von der Draufsicht. Von mir im Bild nachträglich mit gelben Pfeilen am rechten Fahrbahnrand markiert.

Damit fährt man sich dann hoffentlich keine schlimmen Kratzer in die protzigen 20-Zoll-Felgen. Die serienmäßige Bereifung weist zwar einen kleinen Felgenschutz-Wulst auf, aber darauf verlassen sollte man sich besser nicht.




Superschneller Browser mit hoher Auflösung, der auch mit Videos, Video-Streaming und komplexen Webseiten prima klarkommt.






Das Regenradar in der AAOS-App von Wetteronline ist ganz nützlich, um zu sehen, ob man in ein Niederschlagsgebiet rein- oder raus fährt.




Aktuelle Nachrichten gefällig? Kurzes Sprachkommando genügt.




Ach ja, der native Media-Player. Sieht gut aus, lässt sich gut bedienen, ist wunderbar schnell...








...und spielt Titel innerhalb eines Albums nur alphabetisch ab. Dämlitsch.

Als Workaround könnte ich nun Tausende von Titeln neu taggen, das heißt die Track-Nummer dem eigentlichen Songtitel jeweils voranstellen. Ich habe aber kein üppiges Freizeitbudget und mache das, was die meisten tun: Auf ein Update hoffen, das dies behebt. Irgendwann. Oder auch nie.




Das war das letzte Foto und so ende ich unabsichtlich mit einem negativen Detail, was das Auto aber nicht verdient hat.

Zwar habe ich Zweifel an Renaults Strategie, ausgerechnet mit diesem mutig eingepreisten Kompakten erfolgreich das angestrebte Ziel einzuläuten und sich quasi neu zu erfinden (Stichwort "Renaulution"). Tatsächlich ist dieses Auto aber ausgesprochen gut gelungen, zumal mit "Google built-in" (vormals "AAOS") als durchaus relevantem Faktor.

Ich hätte den Wagen allerdings nicht ausgerechnet "Mégane" genannt, da er weder technisch noch optisch etwas mit den vier anderen Renault Mégane-Generationen (allesamt Verbrenner) zu tun hat. Die Mégane IV wird als Verbrenner sogar weiterhin verkauft. Aber das werden die Marketingstrategen von Renault besser wissen als ich.

Detailfragen zum Auto beantworte ich gerne, Antworten können aber etwas dauern.

Grüße, Egon
Egon
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#763073
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 18.04.2023 18:10 - vor 1 Jahr, 3 Monaten  
Großer Applaus!
Toller Bericht!
Man spürt - bei aller Sachlichkeit und Nüchternheit - etwas von der Leidenschaft für dieses offenbar recht gelungene e-Mobil!
Fettes DANKE!

JoAHa
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#763090
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 18.04.2023 22:36 - vor 1 Jahr, 3 Monaten  
Servus.

Vielen Dank für deine ausführlichen Berichte.


Grüße ~Shar~
Shar
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#763098
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 19.04.2023 07:00 - vor 1 Jahr, 3 Monaten  
Sehr schöner Bericht und schönes Fahrzeug. Bei der Onlinefunktionalität könnte ich ja fast im Vergleich zu meinem ID.3 neidisch werden.

Meine Onlinefunktion begrenzt sich auf Verkehrsdaten und Webradio und eine mittlerweile ganz brauchbare Routenplanung mit Berücksichtigung der Ladesäulenbelegung bei der Planung bzw. während der Fahrt.
Gulfoss
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Letzte Änderung: 19.04.2023 07:01 von Gulfoss.
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#763187
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 19.04.2023 19:09 - vor 1 Jahr, 3 Monaten  
Sehr schöner Bericht und sehr informativ. Egon, viel Vergnügen mit deinem neuen Auto.

Wegen dem Media-Player hatte ich mich, aus dem gleichen Grund,für Power-Amp entschieden. Da passt die Titelreihenfolge wieder. Müsstest Du ja auch installieren können.
MikeDD
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#763195
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 19.04.2023 21:41 - vor 1 Jahr, 3 Monaten  
Die Navigation per WAZE ist dann komplett ohne Google und alles andere wie Reichweitenschätzung funktioniert damit auch?
Ich hätte auch gern im Tesla ein Navi ohne Google, aber das wird wohl ein Traum bleiben.
straubi
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#763210
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 20.04.2023 07:08 - vor 1 Jahr, 3 Monaten  
Waze wurde meines Wissens schon vor Jahren von Google gekauft, ich verwende es gelegentlich um für Urlaubsfahrten einen Ab/Rückfahrtszeitpunkt zu ermitteln der _nach_ der Stauwelle liegt, ansonsten hat mich die Google-Navigation noch nie im Stich gelassen.

Ohne Google muß man wohl eher sowas wie Garmin, Tomtom etc. nehmen, keine Ahnung wie da die Besitzverhältnisse sind.
gcf
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#770328
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 13.07.2023 02:10 - vor 1 Jahr  
Unser nordfranzösisches Wunderauto mit dem gallisches Hahn in der Frontscheibe ist nun exakt 6 Monate alt, Kilometerstand bereits 16.000. Zeit für ein kurzes und wie immer kritisches Zwischenfazit.

Die rote MéganE wird bei uns sehr viel gefahren, täglich und kunterbunt von Ultrakurz- bis Langstrecke. Häufig voll bis unter das Dach beladen und oft zu viert plus Rollator. Das geht alles soweit prima, von daher sehe ich meine Kaufentscheidung bislang bestätigt.

Die MéganE ist meiner Meinung nach eines der am meisten unterschätzten E-Modelle auf dem Markt, denn sie bietet genau das, was immer so gerne gefordert wird. Als allererstes ist sie erfreulich kompakt, nicht viel größer als ein VW Polo. Es ist bekanntlich kein Problem, ein großes E-Auto zu kaufen, von denen es eine Riesenauswahl gibt. Aber findet mal ein lieferbares kleines E-Auto mit reichlich funktionalem Firlefanz an Bord...

Danach habe ich gesucht und viel probiert; bei der MéganE bin ich letztlich hängen geblieben: Ein kleines E-Auto mit gelungener automatischer Ladeplanung für Langstrecken (durch ein Update des AAOS-Maps nochmal sehr viel besser geworden), kräftig motorisiert, vernünftige Akku-Kapazität, schnelles AC-Laden, Assistenzsysteme bis zum Abwinken, blitzschnelles und nach eigenen Bedürfnissen erweiterbares Infotainment. Nicht zuletzt: Sehr schöne Instrumente vor dem Fahrer und physische Tasten für wichtige Funktionen.

Bei 10 tkm habe ich den BC resettet, er zeigt jetzt 12,3 kWh/100 km für die letzten 6.000 Kilometern. Das ist freilich der Netto-Wert und da ich bei diesem Auto erstmals konsequent die Brutto-Werte erfasse, weiß ich, was wirklich Sache ist: So um 14 kWh/100 km, mal leicht darunter, mal leicht darüber. Jetzt im Hochsommer und bei meinem Fahrprofil mit laufendem Klimaknecht. Könnte noch etwas weniger sein, geht aber soweit in Ordnung.

Schwächen: Bereits zwei Werkstattbesuche, nämlich Knacken des linken Türfangbandes bei Kilometerstand 1.100 und Geräusche von der rechten Antriebswelle bei Kilometerstand 14.500. Beides ambulant auf Garantie beseitigt, aber beides sollte bei einem derart jungen Fahrzeug selbstverständlich nicht auftreten.

Was mich mehr stört sind einige unausgreifte oder zumindest sehr eigenwillige Details. Beispielsweise die funktional unvollständige Radio-App, die praxisfremde Mediaplayer-App, das unbeleuchtete Handschuhfach und Warnsignale für jeden nur erdenklichen Mist, aber nicht für eine geöffnete Motorhaube oder einen sich leerende Wischwasser-Behälter. Dazu kommen überstylete Türgriffe und eine winzige unbeleuchtete Taste zum Öffnen des Kofferraums. Nicht so prall finde ich außerdem die fast schon peinlich fette Serienbereifung, eine leichte Abweichung von der Ideallinie in geneigten Autobahnkurven beim Autopilotieren sowie die eigenwillige Steuerung der Innen-/Kofferraumbeleuchtung.

Das meiste davon könnte man per OTA-Update beheben, aber Renault ist äußerst sparsam mit Updates. Bislang hatte ich vier per Mobilfunk erhalten und keines davon hat einen von mir wahrgenommenen Bug beseitigt. Es bleiben also noch genug übrig, aber die werden bei diesem Tempo nicht vor 2030 ausgemerzt sein - wenn überhaupt. Was immer bleibt, ist die Hoffnung auf das nächste Update. So kannte ich das auch von meinem Tesla.

Insbesondere im Vergleich zu BMW, Mercedes und auch VW sind die mechanischen Ausführungen von Lenkstockhebeln und Sitzverstellung qualitativ einfacher ausgeführt. Das wird nicht jedem auffallen, es ist nicht schlimm und es funktioniert alles. Aber ich finde schon, dass man den Unterschied fühlen kann. Die Verarbeitung ist hingegen topp und überhaupt kein Vergleich mit den Renaults, die ich von früher kenne.

Das gilt freilich auch für die ambitionierten Preise, die Renault für dieses Modell aufruft - insbesondere im Vergleich beispielsweise zum Model Y, wo man einfach sehr viel mehr Auto für nur wenig mehr Geld bekommt. Leider gilt das mittlerweile für die meisten E-Modelle: Wenn irgendwas mit Grundpreis 38.900 Euro angekündigt ist, liegt man in guter Ausstattung plus Überführungskosten ganz schnell bei über 50k.

Das ist genauso überzogen wie der P5, aber gekauft wird trotzdem. Letztlich muss natürlich jeder selbst wissen, was ihm der Spaß wert ist. Mein Eindruck ist, dass nicht nur elektrische Neuwagen und selbst Kleinwagen für breite Bevölkerungskreise zunehmend unerschwinglich werden. Aber ich schweife ab.

Zusammenfassend: Die MéganE fährt sich toll, fühlt sich gut an und macht im Alltag auf Kurz- wie Langstrecke großen Spaß. Die Klimatisierung ist sehr gut abgestimmt und bietet einen hohen Luftdurchsatz bei bemerkenswert wenig Gebläselärm und Zugluft. Das Infotainment ist superklasse und am ehesten mit aktuellen Tesla-Modellen vergleichbar (in einigen Punkten sogar besser, in anderen schlechter). Die weiter oben aufgeführten negativen Punkte fallen im Alltag zwar eher wenig ins Gewicht, aber es dürften trotzdem gerne weniger sein.

Schauen wir mal, wie sich das Modell in Familie Egons hartem Familieneinsatz weiter bewährt. Ich werde sicher nicht so häufig, aber immer mal wieder darüber berichten. Und Fragen beantworte ich natürlich gerne, aber das kann jeweils ein bisschen dauern.

Grüße, Egon
Egon
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#770344
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 13.07.2023 09:44 - vor 1 Jahr  
Vielen Dank für das lesenswerte update!
Je seltener, desto wertvoller und höchst erfreulich!

Weiter gute und sichere Fahrt mit Spaß dabei ...
... von einem, der, wenn BEV, dann am ehesten dieses überzeugende Modell wählen würde!

Gruß!
JoAHa
JoAHa
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Letzte Änderung: 13.07.2023 21:08 von JoAHa.
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#770365
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 13.07.2023 14:13 - vor 1 Jahr  
3 Mégane, die hier bei mir in der Ecke herum fahren, wurden wie ich bei Ladegesprächen erfahren habe, mit dem noch günstigeren Preis (zu Beginn bei Markteinführung) und der vollen Förderung gekauft!
Es wäre interessant zu wissen, wie es jetzt so läuft?

Gruß Martin
weinfux
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Letzte Änderung: 13.07.2023 14:36 von weinfux.
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#770406
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 13.07.2023 19:28 - vor 1 Jahr  
Lieber Egon,

herzlichen Dank für Deinen ausführlichen Bericht! Deine Feststellungen kann ich fast zu 100% unterschreiben, nur hat meine Einfachausführung eine noch vertretbare Reifengröße, Bisher gab es keinen Werkstattaufenthalt, nach mittlerweile über 14Tkm.

Wünsche weiterhin unauffällig-problemlose Fahrten. Herausforderungen bietet das Leben ja so auch noch genug.
leisure17
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Gruß aus dem wilden Süden

P4 PHEV Solardach 12/2019 - 10-2022
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#772872
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 10.08.2023 14:09 - vor 11 Monaten, 2 Wochen  
Vor ein paar Tagen hat mich eines unsere Mitglieder per PM um meine Einschätzung gebeten. Er hätte sehr gerne seinen Toyota-Hybriden weiter gefahren, doch ein unverschuldeter Unfall vereitelt das. Daher möchte er nun früher als geplant auf ein E-Auto umsteigen und interessiert sich unter anderem auch für die MéganE. Ich habe folgendermaßen geantwortet:


[...] einen vorhandenen Hybriden weiterzufahren wäre sicher eine gute Entscheidung gewesen, aber manchmal hat man das einfach nicht in der Hand.

Ich empfehle den Umstieg auf ein E-Auto ausdrücklich nur dann, wenn es von den persönlichen Gegebenheiten her passt. Ein Stromanschluss am Stellplatz, egal ob zu Hause oder am Arbeitsplatz, ist sehr zu empfehlen. Damit macht E-Mobilität gleich nochmal so viel Spaß.

Eine Preisfrage bleibt es in jedem Fall. Hybrid geht es sehr viel billiger weiter(**), denn E-Autos sind hierzulande ein sehr teures Vergnügen. Das gilt im Grunde für jedes beliebige E-Modell im Vergleich zu konventionellen Fahrzeugen der gleichen Größenklasse.

Bei den kleinen Autos unter 4,30 Meter sind ID.3, MéganE und EX30 auffallend teuer, aber auch ohne echte Konkurrenz. Ich habe mich durch mehrere chinesische Mitbewerber gefahren und deren Preis-/Leistungsverhältnis ist durchweg schlechter - so zumindest mein Eindruck. Am unsympathischsten war mir übrigens der MG4 und am sympathischsten der BYD Atto 3. Aber der ist (mir) schon zu groß.

Zum Volvo EX30 - ebenfalls ein chinesisches Auto, verwandt mit der Ora Funky Cat - kann ich noch nichts sagen. Das Konzept (Form, Größe) passt, aber es fehlen die Instrumente vor dem Fahrer. Das merke ich auch jedes mal, wenn ich in einem Tesla 3 oder Y sitze: Man kann sich daran gewöhnen, sicher, aber mir fehlt da einfach was. Selbst dieses poplige kleine Display in einem VW ID.3 ist immer noch besser als eine leere Plastikfläche oder HUD only.

Was die MéganE angeht, so würde ich nicht noch einmal die 220 PS-Version kaufen. Die ist (für mich) unnötig stark motorisiert, was dazu führt, dass ich sie ständig im ECO-Modus fahre. Dann hat sie nur noch knapp 90 PS. Was völlig ausreicht, um an der Ampel flott voran zu kommen, aber ohne dass die Vorderräder ständig durchdrehen und die Schlupfregelung eingreifen muss.

Verbrauchstechnisch macht sich die gedrosselte Leistung so gut wie nicht bemerkbar, das ist typisch E-Auto. Strom sparen kann man so also nicht, aber mit weniger Leistung fährt es sich einfach angenehmer. Die MéganE ist ein Fronttriebler und bringt ungedrosselt ihr höchst üppiges Drehmoment nur bei Trockenheit gut auf die Straße.

Ich rate also ausdrücklich zur 130 PS-Variante. Und was die Akkugröße angeht: Persönlich würde ich wohl auch mit 40 kWh gut auskommen, aber der 60 kWh-Akku lässt sich viel besser schonen. Insbesondere im Sommer halte ich ihn oft wochenlang zwischen 30 und 70 Prozent SOC, was ihm voraussichtlich ein langes Leben ohne nennenswerten Kapazitätsverlust bescheren wird. Das würde mit der 40 kWh-Variante nicht so gut funktionieren.

Rollator: Der Kofferraum der MéganE ist eine tieeeefe Höhle. Zwei zusammengeklappte Rollatoren passen senkrecht stehend gerade so rein, da muss man aber mit Gefühl und Geduld herangehen. Beim zweiten Rollator muss ich die Handgriffe lösen und ganz einfahren, sonst geht es nicht. Hingegen ist 1 Rollator völlig problemlos: Einfach von oben reinstellen und gut. Den muss ich nur zusammenfalten und hinterher wieder aufklappen.

ABER: Das gilt nur OHNE den optionalen doppelten Boden. Hat man den gekauft und eingelegt, hat man zwar ein tolles Kellerfach, aber der verbleibende Kofferraum ist nun erheblich kleiner. 1 Rollator passt trotzdem noch rein, aber nur noch schräg liegend und mit einer Decke drum herum, um die Kunststoffteile der Kofferraumklappe zu schützen. Für zwei zusammengelegte Rollatoren muss man einen Teil der Sitzbank umlegen, aber dann können nur noch zwei Passagiere mitfahren.

Die MéganE hat von allen von mir bislang gefahrenen und Probe-gefahrenen E-Autos (das waren ziemlich viele) das mit Abstand beste Infotainment. Nicht fehlerfrei, das wäre wohl zu viel verlangt. Aber extrem schnell und funktional, nach eigenen Bedürfnissen vielseitig erweiterbar und mit einer sehr brauchbaren Sprachsteuerung. Beim Herumstehen und Warten auf meine Passagiere kann ich sogar Live-TV über Internet schauen, ebenso Youtube-Videos, Internet-Radio und vieles mehr. Alles in exzellenter Bild- und Tonqualität und ohne Aussetzer.

Das Navigationssystem ist das beste und schnellste, was ich je in einem PKW gesehen habe. Selbst die sehr guten Systeme von Tesla und Mercedes (MBUX) kommen da nicht ganz mit. Es handelt sich um Google Maps unter AAOS, aber erweitert um spezielle Funktionen für E-Autos. Das Navi kennt den aktuellen SOC des Fahrzeugs, die Fahrweise des Fahrers, das Höhenprofil der Strecke. All das fließt in die Routenberechnung und Vorschläge zum Zwischenladen ein.

Weitere Fragen beantworte ich gerne, [...]. Bitte melde Dich einfach. Wenn Du mal [...] unterwegs bist, kannst Du auch gerne eine ausführliche Runde mit meinem Auto drehen.


Das ist meine persönliche Sichtweise, nach der ich gefragt wurde und die selbstverständlich niemand teilen muss. Ich bin bislang von meiner Modellwahl überzeugt: Mit nur 4,20 Meter Fahrzeuggröße habe ich nach 18.000 km in 8 Monaten bis heute nichts besseres gefunden, in vielerlei Hinsicht.

Andere brauchen vielleicht ein viel größeres Auto oder mehr Power oder das Infotainment ist unwichtig etc. Dann sind sie mit einem anderen Modell wahrscheinlich besser bedient.

Grüße, Egon

EDIT: (**) Diesen Passus hätte ich mir angesichts der UVP des Prius 5 vielleicht sparen sollen.
Egon
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Letzte Änderung: 10.08.2023 16:04 von Egon.Grund: Text ergänzt.
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#772873
Aw: Die rote Mégane, Egons Elektro-Renault 10.08.2023 14:22 - vor 11 Monaten, 2 Wochen  
Beim Herumstehen und Warten auf meine Passagiere kann ich sogar Live-TV über Internet schauen, ebenso Youtube-Videos, Internet-Radio und vieles mehr.

...indem du dein Smartphone mit dem Auto koppelst? Oder verfügt das Auto über einen eigenen Browser inkl eigener Internetanbindung?
ex_Daihatsu-Fahrer
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